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Hospizgruppe Land Hadeln kooperiert mit Otterndorfer Krankenhaus

Susanne Dolezik, 1. Vorsitzende der Hospizgruppe Land Hadeln e.V., und Verwaltungsdirektor Manfred Junge vom Capio Krankenhaus Land Hadeln beim Austausch der Kooperationsvereinbarung.
Susanne Dolezik, 1. Vorsitzende der Hospizgruppe Land Hadeln e.V., und Verwaltungsdirektor Manfred Junge vom Capio Krankenhaus Land Hadeln beim Austausch der Kooperationsvereinbarung. 
Die ganzheitliche Versorgung von Patienten und Betreuung deren Angehöriger wollen die Hospizgruppe Land Hadeln e.V. und das Capio Krankenhaus Land Hadeln zukünftig als gemeinsame Aufgabe angehen. Für beide Institutionen ist die getroffene Kooperationsvereinbarung ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem Netzwerk.

Entsprechend der Rahmenvereinbarung zwischen dem Capio Krankenhaus Land Hadeln und der Hospizgruppe Land Hadeln e.V. verstehen die Vertragspartner die Hospizarbeit als Teil einer vernetzten Versorgungsstruktur im regionalen Gesundheits- und Sozialsystem. Die Regelungen der Kooperationsvereinbarung dienen dazu, die Zusammenarbeit zwischen den stationären Einrichtungen im Krankenhaus der ambulanten Hospizbewegung im Sinne einer besseren Sterbebegleitung zu optimieren. Die 1. Vorsitzende der Hospizgruppe Land Hadeln e.V. Susanne Dolezik erläutert: „Wir wollen nicht Hilfe zum Sterben, sondern Hilfe zum Leben bis zuletzt anbieten.“

In dem geplanten Netzwerk sind nach Auskunft der beiden Kooperationspartner möglichst alle Personen und Einrichtungen einzubinden, die sich mit dem sterbenden Menschen befassen. „Eine gute Zusammenarbeit aller Beteiligten soll den Betroffenen ein größtmögliches Maß an Geborgenheit bieten“, so Verwaltungsdirektor Manfred Junge. In ein Netzwerk sind beispielweise Pflege, Sozialdienst, Krankenhausseelsorger und ambulanter Hospizdienst gleichermaßen eingebunden.

Die Vereinbarung sieht u.a. auch vor, dass zwischen den Kooperationspartnern ein regelmäßiger Informationsaustausch stattfindet. Auch eine Zusammenarbeit im Bereich der Aus- und Weiterbildung sowie der Öffentlichkeitsarbeit wird angestrebt.

Die Hospizarbeit stellt die Sorge um schwerstkranke und sterbende Menschen, sowie die Unterstützung deren Angehöriger in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.

Ziel ist es, dem sterbenskranken Menschen in seiner letzten Lebensphase so gut wie möglich zu begleiten und – wenn machbar und gewünscht – das Sterben zu Hause zu ermöglichen. Eine qualifizierte Schmerztherapie, bestmögliche Pflege, sowie spirituell und psychosoziale Begleitung sind der Ansatz zur Verbesserung der Lebensqualität der Patienten und den ihnen Nahestehenden. Nicht die Verlängerung der Überlebenszeit um jeden Preis, sondern die Lebensqualität, also die Wünsche, Ziele und das Befinden des Patienten stehen im Vordergrund der Behandlung.

Fazit der Kooperationspartner: „Am Ende seines Lebens soll ein Mensch nicht unter unerträglichen Schmerzen leiden müssen. Ganzheitliche Leidenslinderung durch die modernen Verfahren der Palliativmedizin hat damit höchste Priorität für würdig gelebte letzte Tage. Palliative Versorgung ist daher Bestandteil einer umfassend verstandenen Hospizarbeit. Die Verbesserung der Lebensqualität erfolgt somit durch das multidisziplinäre Zusammenwirken von Pflegekräften, Ärzten, Sozialarbeitern, Theologen und Hospizhelfern.“


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