Schonend operiert über „mininmal-invasive“ Eingriffe (Fast-Track-Chirurgie)
Eine Vielzahl von OP´s werden für die Patienten besonders schonend, als sog. mininmal-invasive Eingriffe, vorgenommen. Hier wird weitestgehend auf große Bauchschnitte verzichtet, was für Patientinnen und Patienten zur Folge hat, dass sie sich schneller erholen und auch weniger Narbenbildung auftritt. Der Chirurg operiert hier über einen Bildschirm mit Bedienung der Geräte von außen.
Zusammen mit den Anästhesisten ist ein Behandlungssystem entwickelt worden, dass Patienten nach großen Darmeingriffen erlaubt, das Bett am selben Tag zu verlassen und am ersten Tag nach der OP wieder zu essen und zu trinken.
Das Konzept der Fast-Track-Chirurgie (fast track: engl.- Überholspur) basiert auf vier Säulen:
1. minimal invasive Chirurgie - die Chirurgie der kleinen Schnitte,
2. ein veränderter Kostaufbau mit Nahrungsaufnahme bis kurz vor und gleich nach der Operation,
3. eine spezielle Schmerztherapie durch einen dünnen Katheter der zwischen zwei Brustwirbel platziert wird und
4. dadurch bedingt ein schnelleres Training der Beweglichkeit.
Die Vorteile für die Patienten: Sie müssen nicht mehr Stunden vor der Operation nüchtern bleiben und dürfen bereits am Abend nach der Operation Joghurt oder ähnliches essen. Am ersten Tag nach der Operation dürfen sie bereits Speisen ihrer Wahl zu sich nehmen.
Dank dem medizinischen Fortschritt können jetzt mit der neuen Methode Komplikationen wie Lungenentzündung, Thrombose und Darmverschluss deutlich reduziert werden.
Die Patienten verlassen mitunter bereits nach einer Woche das Krankenhaus, um sich anschließend in hausärztliche Weiterbehandlung zu begeben.
Für Notfalloperationen ist die Methode nicht geeignet, da in solchen Fällen eine zeitintensive Beratung des Patienten verständlicherweise nicht möglich ist.
Grundvoraussetzung für Fast-Track-Chirurgie ist, dass der Patient nach eingehender Beratung motiviert mitmacht. “Fast-Track fördert das partnerschaftliche Verhältnis und stellt die Vertrauensbeziehung Arzt-Patient auf eine andere Ebene“.

