Das Capio Krankenhaus Land Hadeln baut Praxen für Fachärzte im ehemaligen Schwesternwohnheim.
Zukünftig wird das Otterndorfer Krankenhaus über drei Praxiseinheiten verfügen, die multi- funktional ausgestattet sind und an unterschiedliche Fachärzte für bestimmte Praxistage angemietet werden können.
Bereits jetzt sind auf dem Krankenhausgelände des Capio Krankenhaus Land Hadeln sechs fest niedergelassene Arztpraxen eingerichtet.
Für Verwaltungsdirektor Manfred Junge ist die Erweiterung ein wichtiger Schritt zur Etablierung eines Gesundheitszentrums in der hiesigen Region.
Nach den Plänen des Wingster Architekten Gerd Meyer können drei Fachärzte auf insgesamt 300 Quadratmetern zeitgleich agieren. Jede Praxiseinheit hat rund 40 bis 50 Quadratmeter, hinzu kommt der Anmelde- und Wartebereich sowie Sanitär- und Funktionsräume. Am 1. November sollen die Ärzte ihre Arbeit in den neuen Räumlichkeiten aufnehmen.
Verwaltungsdirektor Junge ist vom Konzept und der baulichen Umsetzung überzeugt: „Das Krankenhaus stellt die drei Praxiseinheiten in bestimmten Zeitkontingenten den Mietern zur Verfügung, sorgt dabei für die Einrichtung und Ausstattung der Praxen mit den erforderlichen medizinischen Geräten und stellt außerdem den Fachärzten das Personal.“
In anderen Orten ansässige Fachpraxen können so in Otterndorf – mit Genehmigung der Kassenärztlichen Vereinigung – Zweigpraxen einrichten und an bestimmten Tagen nach Terminvereinbarung Beratungsgespräche, Diagnosen und Behandlungen durchführen. Bereits jetzt haben drei Fachpraxen aus der Region Vereinbarungen mit dem Capio Krankenhaus Land Hadeln über eine Anmietung getroffen. Mindestens drei oder vier weitere sollen folgen.
Somit sind die Ärzte in der Lage, ohne eigene Sach- und Personalinvestitionen, stunden- oder tageweise in Otterndorf tätig zu werden. Die gesamte benötigte Infrastruktur wird im Krankenhaus also vorgehalten.
Manfred Junge: „Der Arzt hängt nach seiner Sprechstunde einfach seinen Kittel an den Haken, wechselt das Türschild und geht nach Hause. Wir bieten ein Rundum-Sorglos-Paket an. Für Ärzte ist das Angebot hochinteressant, nicht nur was die Kosten angeht. Es ist doch aus- gesprochen attraktiv, wenn man ausschließlich seinen Beruf ausüben kann, ohne sich um alles andere kümmern zu müssen. Außerdem schaffen wir auf diese Weise eine umfangreiche und wohnortnahe Patientenversorgung im ambulanten Bereich.“
Unser Bild unten zeigt von links: Manfred Junge (Verwaltungsdirektor) , Dr. Harald Böckenkamp (Ärztlicher Direktor und Chefarzt Chirurgie) und Gerd Meyer (Architekt) bei der Begutachtung des Bauplanes.
(Foto: Ulrich Rohde)


